In dieser Ausgabe:

  • Sternstunde News
  • Dem Mond Phobos auf der Spur
  • Astrovorschau April

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In der Rubrik "Sternstunde - Nachgefragt" beschäftigen wir uns jeden Monat mit einer Frage, die von unseren Zuschauern eingereicht wird. Hier gilt der Grundsatz: Alles was mit Astronomie und Physik zu tun hat, darf gefragt werden. Die Sternstunde-Online Redaktion versucht dann entweder selbst die Frage zu beantworten oder findet einen Experten, der es kann.

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NASA Breaking News
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Der Marsmond Phobos ist vermutlich kein homogener Körper
Dienstag, 09. März 2010 um 00:00 Uhr

 

Hier sieht man den Dopplereffekt, der dem Mars Express in den 10 Minuten nach der größten Annäherung an den Marsmond Phobos am 3. Februar widerfahren ist: Die waagerechte Achse ist in Sekunden (Abstand der Striche 200 s), die senkrechte in Hertz, aber ohne Skala, doch das macht nichts. Denn entscheidend ist erst einmal, dass die Messungen (schwarze Kurve; systematische Effekte sind entfernt) signifikant von einem Modell (blaue Linie) abweichen, für das ein Phobos mit der bekannten Gestalt aber darin konstanter Dichte angenommen wurde.

Abweichungen gab es auch in den Minuten vor der größten Annäherung, aber nicht so ’schön’. Offensichtlich ist das Innere des Marsmond also inhomogen – bis zu Rückschlüssen auf die tatsächliche Massenverteilung wird es aber noch dauern.

NACHTRAG vom 11. März, im Hinblick auf die Diskussion in den Kommentaren: Nach Auskunft des Chefauswerters dieser Daten in Köln basiert das ‘blaue Modell’ auf einem Ellipsoid, das aus Aufnahmen der Mars-Express-Kamera berechnet wurde, und einer auf 0.3% genauen Phobos-Masse von einem Vorbeiflug 2008, die homogen in diesen Körper ‘gefüllt’ wurde. Das Modell ist also eine völlig unabhängige Berechnung, kein Fit an die Daten. Der Vergleich der neuen Radio-Daten – die sich noch geringfügig geändert haben – damit läuft natürlich noch, und mit Schlussfolgerungen sollte man noch vorsichtig sein, “aber es ist seeeehr spannend.

Sie finden die aktuelle Ausgabe von Daniel Fischers Skyweek 2.0 hier.

 

Paul Hombachs Astrovorschau

Im Mai müssen Sternfreunde mit einer sehr verkürzten Nacht vorlieb nehmen, zur Monatsmitte steht die Sonne (gerechnet für Bonn) zwischen 5:43 und 21:14 Uhr gut 15 1/2 Stunden über dem Horizont. Rechnet man die lange Dämmerung hinzu, so bleibt für die dunkle Nacht praktisch nur noch der Zeitraum zwischen Mitternacht und halb 3 Uhr am frühen Morgen. Gegen Monatsende beginnen für weite Teile Deutschlands die sogenannten weißen Nächte, während derer es im astronomischen Sinne überhaupt nicht mehr richtig dunkel wird. Am 14. Mai ist Neumond, aber in der zweiten Monatshälfte wird die Nacht zusätzlich vom Mond erhellt. Am 28.5. ist Vollmond, der in dieser Nacht sehr weit südlich nahe Antares im Sternbild Skorpion steht. Antares ist ein roter Riesenstern in 600 Lichtjahren Entfernung und leuchtet mindestens zehntausendfach heller als unser Zentralgestirn.
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